Stimmungsaufhellung gegenüber April – positive Entwicklung in mehreren Regionen
Dennoch bleibt der Blick auf die kurzfristige Dynamik differenziert – nicht alle Regionen konnten gegenüber April zulegen.
Im Monatsvergleich zeigt sich ein gemischtes Bild: Während einige IHK-Bezirke wie Mittelfranken, Aschaffenburg, Würzburg-Schweinfurt, Schwaben und Coburg leicht zulegen konnten, verzeichneten andere Regionen wie München und Oberbayern, Oberfranken Bayreuth, Oberpfalz/Kelheim sowie Niederbayern Rückgänge gegenüber April.
Jahresvergleich: Mehrheit im Plus, nur Coburg im Minus
Im Vorjahresvergleich präsentiert sich der bayerische Mittelstand deutlich erholt. Acht von neun IHK-Bezirken verzeichnen Zuwächse. Die stärksten Anstiege gab es in Schwaben (+5,1 %), Würzburg-Schweinfurt (+4,9 %) und Oberfranken Bayreuth (+4,8 %). Auch Mittelfranken (+4,7 %) und Oberpfalz/Kelheim (+4,1 %) legten spürbar zu. München und Oberbayern (+2,8 %), Aschaffenburg (+3,7 %) und Niederbayern (+1,3 %) wuchsen moderater. Einzig Coburg bleibt mit −2,7 % im Minus.
Stabilisierungstendenzen in Bayern – Hoffnung auf eine Trendwende
Die breite positive Entwicklung im Jahresvergleich deutet auf eine konjunkturelle Stabilisierung hin.
Allerdings zeigen die Rückgänge in einigen Regionen gegenüber April, dass die Erholung noch nicht auf allen Ebenen gefestigt ist.
Der Index für Bayern weißt zum Vormonat einen leichten Rückgang von 93,9 auf 92,9 auf. Verglichen mit dem Vorjahresmonat liegt jedoch ein zuwachs von 3,4 % vor.
Fazit
Der bayerische Mittelstand hat sich im Mai 2025 weiter vom schwachen Jahresstart erholt. Die deutlichen Zuwächse im Jahresvergleich lassen vorsichtig optimistisch stimmen. Gleichzeitig mahnt die uneinheitliche Monatsentwicklung zur Vorsicht: Die wirtschaftliche Erholung steht weiterhin auf einem fragilen Fundament.
Der Wirtschaftsbeirat Bayern und der IT-Dienstleister DATEV eG kooperieren bei der Aufbereitung der Daten des DATEV Mittelstandsindex für die Regionen in Bayern.
Der DATEV Mittelstandsindex wertet Millionen von anonymisierten Datensätzen aus, die die Genossenschaft im Auftrag ihrer Kunden in den DATEV-Systemen verarbeitet. Er basiert also auf tatsächlich gebuchten Daten und nicht auf Umfragen. Auf Basis der Analysen werden jeden Monat jeweils ein Index zur Entwicklung des Umsatzes, der Löhne und Gehälter sowie der Beschäftigung in den kleinsten, kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland erstellt. Aus Bayern fließen in den DATEV Mittelstandsindex die Daten von 160.000 Unternehmen ein. Die aggregierten Werte werden nun jeden Monat vom Wirtschaftsbeirat separat für Bayern ausgewertet und der Öffentlichkeit vorgestellt.
| IHK-Bezirk | Umsatzveränderung | Umsatzindex |
| IHK Nürnberg für Mittelfranken | 4,7% | 93,4 |
| IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim | 4,1% | 93,1 |
| IHK für München und Oberbayern | 2,8% | 92,9 |
| IHK für Niederbayern | 1,3% | 89,8 |
| IHK Würzburg-Schweinfurt | 4,9% | 92,6 |
| IHK zu Coburg | -2,7% | 82,5 |
| IHK Oberfranken Bayreuth | 4,8% | 91,7 |
| IHK Schwaben | 5,1% | 93,2 |
| IHK Aschaffenburg | 3,7% | 89,1 |