Die aktuellen Zahlen des DATEV‑Mittelstandsindex für Februar bestätigen, dass der bayerische Mittelstand weiterhin in einer Phase der Zurückhaltung verbleibt.
Die seit dem Release 02/26 eingeführte, methodisch überarbeitete Berechnung auf Basis von Medianwerten und einer erweiterten Datenbasis bildet die wirtschaftliche Realität des Mittelstands präziser ab als zuvor.
Statt arithmetischer Mittelwerte basiert der Umsatzindex nun auf Medianwerten innerhalb kleiner Unternehmensgruppen, wodurch Kleinst‑ und kleine Unternehmen, die rund 97,5 % des Mittelstands ausmachen, stärker gewichtet werden; zusätzlich werden mittlere Stundenlöhne inklusive Einmal‑ und Sonderzahlungen ausgewiesen und die Datengrundlage für Landkreise, IHK‑Regionen und Bundesländer erweitert, Branchen nach NACE‑Klassifikation und EU‑Größenklassen differenziert, sodass der Gesamtindex aus gewichteten Teilindizes der Wirtschaftsbereiche und Unternehmensgrößen entsteht und eine repräsentative Abbildung der Umsatzentwicklung ermöglicht.
Die saison‑ und kalenderbereinigten Dezember‑/Februar‑Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede: Der Indexwert für Nürnberg / Mittelfranken liegt bei 94,83 Punkten und damit −2,88 % gegenüber dem Vorjahr, Aschaffenburg bei 95,15 Punkten (−5,79 %), Coburg bei 90,36 Punkten (−6,58 %), München und Oberbayern bei 88,43 Punkten (−5,24 %), Oberfranken Bayreuth bei 91,93 Punkten (−3,97 %), Oberpfalz/Kelheim bei 91,53 Punkten (−4,83 %), Schwaben bei 94,15 Punkten (−2,25 %), Würzburg‑Schweinfurt bei 91,17 Punkten (−9,55 %) und Niederbayern bei 88,46 Punkten (−3,13 %).
Besonders stark betroffen sind Würzburg‑Schweinfurt und Coburg, während Schwaben und Mittelfranken vergleichsweise geringere Rückgänge verzeichnen; insgesamt prägen Kleinst‑ und kleine Unternehmen die Entwicklung, und gerade diese Unternehmensgrößen sind von der aktuellen Schwächephase besonders betroffen. Die neuen Daten bestätigen, dass eine nachhaltige konjunkturelle Erholung des bayerischen Mittelstands weiterhin ausbleibt, die regionale Spreizung deutlich bleibt und strukturelle Belastungen fortwirken Eine Trendwende ist leider weiterhin nicht erkennbar.
Der Umsatzindex ist Saison- und Kalenderbereinigt.
| IHK-Bezirk | Umsatzveränderung | Umsatzindex |
| IHK Nürnberg für Mittelfranken | -2,88 % | 94,83 |
| IHK Aschaffenburg | -5,79 % | 95,15 |
| IHK zu Coburg | -6,58 % | 90,36 |
| IHK für München und Oberbayern | -5,24 % | 88,43 |
| IHK Oberfranken Bayreuth | -3,97 % | 91,93 |
| IHK für Oberpfalz/Kelheim | -4,83 % | 91,53 |
| IHK Schwaben | -2,25 % | 94,15 |
| IHK Würzburg-Schweinfurt | -9,55 % | 91,17 |
| IHK für Niederbayern | -3,13 % | 88,46 |