Die aktuellen Zahlen des DATEV‑Mittelstandsindex für März 2026 bestätigen, dass der bayerische Mittelstand weiterhin in einer Phase der Zurückhaltung verbleibt. Mit der neuen, methodisch deutlich verbesserten Berechnung des Index – basierend auf Medianwerten und einer erweiterten Datenbasis – wird die wirtschaftliche Realität des Mittelstands nun präziser abgebildet als je zuvor.
Der bayerische Mittelstand verbleibt weiterhin in einer Phase verhaltener Entwicklung, wobei jedoch im Vergleich zum Februar in nahezu allen Regionen leichte Erholungsimpulse sichtbar werden. Die seit dem Release 02/26 eingeführte, methodisch überarbeitete Berechnung auf Basis von Medianwerten und einer erweiterten Datenbasis bildet die wirtschaftliche Realität des Mittelstands weiterhin präziser ab als zuvor. Die stärkere Gewichtung von Kleinst‑ und kleinen Unternehmen, die rund 97,5 % des Mittelstands ausmachen, sowie die differenzierte Ausweisung nach Branchen, Regionen und Unternehmensgrößen ermöglichen eine repräsentative und robuste Abbildung der Umsatzentwicklung.
Die saison‑ und kalenderbereinigten März‑Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede, aber überwiegend positive Bewegungen: Der Indexwert für Nürnberg/Mittelfranken steigt auf 96,96 Punkte, Aschaffenburg auf 96,93 Punkte, Coburg auf 91,12 Punkte, München und Oberbayern auf 89,86 Punkte, Oberfranken Bayreuth auf 93,58 Punkte, Oberpfalz/Kelheim auf 94,20 Punkte, Schwaben auf 94,75 Punkte und Würzburg‑Schweinfurt auf 94,87 Punkte. Einzig Niederbayern verzeichnet einen leichten Rückgang auf 88,40 Punkte.
Damit zeigt sich im März 2026 ein insgesamt leicht verbessertes Bild, wenngleich die strukturellen Belastungen weiterhin spürbar bleiben. Die regionale Spreizung bleibt deutlich, und trotz der überwiegend positiven Monatsveränderungen ist eine nachhaltige konjunkturelle Trendwende weiterhin nicht erkennbar. Die Zahlen für den März 2026 zeigen, dass der bayerische Mittelstand weiterhin unter Druck steht. Eine leichte Entspannung der Lage ist erkennbar, eine nachhaltige Trendwende jedoch noch nicht erreicht.
Der Umsatzindex ist Saison- und Kalenderbereinigt.
| IHK-Bezirk | Umsatzveränderung | Umsatzindex |
| IHK Nürnberg für Mittelfranken | +1,52 % | 96,96 |
| IHK Aschaffenburg | +1,97 % | 96,93 |
| IHK zu Coburg | +2,21 % | 91,12 |
| IHK für München und Oberbayern | +0,66 % | 89,86 |
| IHK Oberfranken Bayreuth | +1,20 % | 93,58 |
| IHK für Oberpfalz/Kelheim | +1,66 % | 94,20 |
| IHK Schwaben | +0,80 % | 94,75 |
| IHK Würzburg-Schweinfurt | +1,99 % | 94,87 |
| IHK für Niederbayern | −0,60 % | 88,40 |