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Konjunkturentwicklung im bayerischen Mittelstand: April zeigt Stabilisierung, aber Jahresvergleich bleibt negativ.

Die Auswertungen des DATEV Mittelstandsindex zum Umsatz der bayerischen IHK-Regionen zeigen für April 2025 erstmals wieder einen Anstieg im Vergleich zum Vormonat. 

Dennoch bleibt der Blick auf den Vorjahresvergleich angespannt – sowohl auf Basis saison- und kalenderbereinigter als auch auf Ursprungswerte.

Stimmungsaufhellung gegenüber März – positive Monatsveränderung in allen Regionen
In allen bayerischen IHK-Bezirken legte der DATEV Mittelstandsindex im April 2025 im Vergleich zum März 2025 zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg in Oberfranken Bayreuth (+8,8 %), München und Oberbayern (+6,2 %) sowie Coburg (+5,7 %) aus. Auch in Niederbayern (+5,4 %) und Mittelfranken (+4,7 %) konnte die wirtschaftliche Dynamik zulegen. Die schwächste Entwicklung im Monatsvergleich zeigte Aschaffenburg mit einem moderaten Plus von 0,5 %.

Jahresvergleich bleibt negativ – Rückgänge flächendeckend
Im Vorjahresvergleich bleibt die Umsatzlage im bayerischen Mittelstand angespannt. Saison- und kalenderbereinigt lagen die Umsätze im April 2025 teils deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die stärksten Rückgänge zeigen sich in Würzburg-Schweinfurt (−7,2 %), Oberpfalz/Kelheim (−6,1 %) und München/Oberbayern (−5,5 %). Am glimpflichsten fiel das Minus in Niederbayern (−2,3 %) und Oberfranken Bayreuth (−2,5 %) aus.

Stabilisierungstendenzen in Bayern – Hoffnung auf eine Trendwende 
Diese Entwicklung zeigt sich auch in der bayerischen Gesamtbetrachtung. Im April steigt der Umsatzindex gegenüber dem Vormonat (+3,4%). Im Vergleich zum Vorjahr ist hier die Entwicklung aber ebenfalls noch negativ (-1,0%). Dennoch gibt diese Entwicklung Hoffnung auf eine einsetzende Stabilisierung der Umsatzentwicklung. 

Fazit
Der bayerische Mittelstand hat sich im April 2025 deutlich vom schwachen März erholt. Die konjunkturelle Belebung im Monatsvergleich lässt vorsichtig auf eine Trendwende hoffen. Gleichzeitig unterstreichen die anhaltend negativen Jahresvergleiche, dass die wirtschaftliche Erholung auf einem fragilen Fundament steht. Die Lage bleibt differenziert – und je nach Region teils sehr unterschiedlich.

Der Wirtschaftsbeirat Bayern und der IT-Dienstleister DATEV eG kooperieren bei der Aufbereitung der Daten des DATEV Mittelstandsindex für die Regionen in Bayern.

Der DATEV Mittelstandsindex wertet Millionen von anonymisierten Datensätzen aus, die die Genossenschaft im Auftrag ihrer Kunden in den DATEV-Systemen verarbeitet. Er basiert also auf tatsächlich gebuchten Daten und nicht auf Umfragen. Auf Basis der Analysen werden jeden Monat jeweils ein Index zur Entwicklung des Umsatzes, der Löhne und Gehälter sowie der Beschäftigung in den kleinsten, kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland erstellt. Aus Bayern fließen in den DATEV Mittelstandsindex die Daten von 160.000 Unternehmen ein. Die aggregierten Werte werden nun jeden Monat vom Wirtschaftsbeirat separat für Bayern ausgewertet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zum Vormonat: DATEV Mittelstandsindex Bayern - Vormonate

IHK-Bezirk Umsatzveränderung Umsatzindex
IHK Nürnberg für Mittelfranken -5,6%88,4 
IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim -6,1% 95,3
IHK für München und Oberbayern -5,5% 92,2
IHK für Niederbayern -2,2% 94,1 
IHK Würzburg-Schweinfurt-7,2% 92,5 
IHK zu Coburg -3,2% 96,1 
IHK Oberfranken Bayreuth -2,5% 95,0
IHK Schwaben -4,7% 92,9
IHK Aschaffenburg -3,3% 92,9