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DATEV-Mittelstandsindex Bayern - September 2025:

Konjunktur in Bayern gedämpft — starke Einbußen in einzelnen IHK‑Bezirken

Die Auswertungen des DATEV‑Mittelstandsindex für September 2025 zeigen eine anhaltend schwache Entwicklung gegenüber dem Vormonat. 

Mehrere bayerische IHK‑Bezirke verzeichnen erneut niedrige Werte, während sich in einigen Regionen lediglich moderate Verbesserungen abzeichnen. Besonders betroffen ist der IHK-Bezirk Coburg (72,69 Punkte), der deutlich unter dem Durchschnitt liegt. 

Weitere vergleichsweise niedrige Werte weisen IHK Oberpfalz (90,31 Punkte) und IHK Oberfranken (90,55 Punkte) auf. Leichte Verbesserungen zeigen sich bei IHK Mittelfranken (95,48 Punkte), IHK Aschaffenburg (94,48 Punkte) und IHK Würzburg‑Schweinfurt (93,44 Punkte).

Diese Tendenz spiegelt sich auch in der bayerischen Gesamtbetrachtung wider: Der Umsatzindex für Bayern liegt im September 2025 bei 90,54 Punkten, nachdem er im August bei 91,19 Punkten lag. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vormonat beträgt −0,56 % (saison‑ und kalenderbereinigt). Damit bleibt die konjunkturelle Lage gedämpft, und eine echte Erholung ist nicht in Sicht.

Jahresvergleich: Weiterhin Verluste im Vorjahresvergleich

Im Vergleich zum September 2024 zeigt sich ein insgesamt schwaches Bild mit deutlichen regionalen Unterschieden. Die größten Einbußen verzeichnet IHK Coburg (−20,93 %), gefolgt von IHK Oberpfalz (−5,52 %) und IHK Oberbayern (−2,38 %). Demgegenüber stehen deutliche Zugewinne bei IHK Aschaffenburg (+6,16 %) und IHK Mittelfranken (+3,13 %); auch IHK Würzburg‑Schweinfurt und IHK Niederbayern verzeichnen leichte Zuwächse. Die regionalen Unterschiede verdeutlichen, dass einzelne Bezirke die gesamtbayerische Entwicklung zusätzlich belasten.

Damit bleibt die konjunkturelle Lage in Bayern insgesamt angespannt. Der Umsatzindex entwickelt sich schwach und strukturelle Belastungen wirken fort.

Fazit

Die Daten für September 2025 verdeutlichen, dass die wirtschaftliche Schwächephase des bayerischen Mittelstands anhält. Nach dem Rückgang im August verzeichnet der Index erneut ein Minus; eine Erholung ist nicht in Sicht — viele Betriebe kämpfen weiterhin mit hohen Kosten, unsicherer Auftragslage und Bürokratielast. 

Besonders alarmierend ist der starke Rückgang in Coburg, der die regionale Divergenz innerhalb Bayerns unterstreicht.

Der Wirtschaftsbeirat Bayern und die DATEV eG kooperieren bei der Aufbereitung der Daten des DATEV-Mittelstandsindex für die Regionen in Bayern.

Der DATEV-Mittelstandsindex wertet Millionen von anonymisierten Datensätzen aus, die die Genossenschaft im Auftrag ihrer Kunden in den DATEV-Systemen verarbeitet. Er basiert auf tatsächlich gebuchten Daten und nicht auf Umfragen. Auf dieser Grundlage werden monatlich Indizes zur Entwicklung von Umsatz, Löhnen und Gehältern sowie Beschäftigung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erstellt.
Aus Bayern fließen die Daten von rund 160 000 Unternehmen in den Index ein. Die aggregierten Werte werden monatlich vom Wirtschaftsbeirat Bayern separat ausgewertet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Der Umsatzindex ist Saison- und Kalenderbereinigt.

IHK-Bezirk Umsatzveränderung Umsatzindex
IHK Nürnberg für Mittelfranken+3,13 %95,48
IHK Aschaffenburg+6,16 %94,48
IHK zu Coburg-20,93 %72,69
IHK für München und Oberbayern-2,38 %91,63
IHK Oberfranken Bayreuth-1,70 %90,55
IHK für Oberpfalz/Kelheim-5,52 %90,31
IHK Schwaben-2,65 %90,61
IHK Würzburg-Schweinfurt+1,68 %93,44
IHK für Niederbayern+1,68 %92,99