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DATEV-Mittelstandsindex November 2025: Entwicklung weiterhin verhalten

Die Auswertungen des DATEV-Mittelstandsindex für November 2025 zeigen weiterhin eine verhaltene Entwicklung des bayerischen Mittelstands. 

Gegenüber September haben sich die Werte in mehreren IHK-Bezirken spürbar verändert, eine klare Trendwende ist jedoch nicht erkennbar.

Besonders auffällig ist die Entwicklung im IHK-Bezirk Coburg. Nach dem extrem niedrigen Wert von 72,69 Punkten im September steigt der Index im November deutlich auf 83,23 Punkte. Trotz dieser spürbaren Erholung bleibt Coburg weiterhin klar unter dem bayerischen Durchschnitt und zählt zu den strukturell schwächeren Regionen.

Stabile Werte zeigen sich unter anderem in Mittelfranken mit 91,77 Punkten, in München und Oberbayern mit 91,45 Punkten sowie in Schwaben mit 91,73 Punkten. Die Oberpfalz und Kelheim liegen mit 92,47 Punkten sogar leicht darüber und zählen damit im November zu den vergleichsweise stärkeren Regionen. Unter der Marke von 90 Punkten liegen hingegen Aschaffenburg mit 85,73 Punkten, Oberfranken Bayreuth mit 87,96 Punkten sowie Niederbayern mit 89,84 Punkten. Würzburg Schweinfurt erreicht 90,59 Punkte und bewegt sich damit im unteren Mittelfeld.

Im Vorjahresvergleich überwiegen weiterhin die negativen Entwicklungen. Die stärksten Rückgänge verzeichnet Coburg mit minus 3,15 Prozent, gefolgt von Oberfranken Bayreuth mit minus 2,57 Prozent, Aschaffenburg mit minus 1,28 Prozent sowie München und Oberbayern mit minus 1,10 Prozent. Auch weitere Bezirke liegen leicht im Minus. Eine positive Ausnahme bildet Mittelfranken mit einem leichten Plus von 0,63 Prozent.

Im Vergleich zu September zeigt sich damit eine regionale Verschiebung. Während einige Bezirke im Herbst noch deutliche Zuwächse im Jahresvergleich verzeichneten, ist die Entwicklung nun wieder gedämpft. Zwar stabilisieren sich einzelne Regionen, doch das Gesamtbild bleibt von Zurückhaltung geprägt.

Die Daten bestätigen insgesamt, dass eine nachhaltige konjunkturelle Erholung des bayerischen Mittelstands weiterhin nicht in Sicht ist. Regionale Unterschiede bleiben deutlich bestehen und strukturelle Belastungen wirken fort.

Der Wirtschaftsbeirat Bayern und die DATEV eG kooperieren bei der Aufbereitung der Daten des DATEV-Mittelstandsindex für die Regionen in Bayern.

Der DATEV-Mittelstandsindex wertet Millionen von anonymisierten Datensätzen aus, die die Genossenschaft im Auftrag ihrer Kunden in den DATEV-Systemen verarbeitet. Er basiert auf tatsächlich gebuchten Daten und nicht auf Umfragen. Auf dieser Grundlage werden monatlich Indizes zur Entwicklung von Umsatz, Löhnen und Gehältern sowie Beschäftigung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erstellt.
Aus Bayern fließen die Daten von rund 160 000 Unternehmen in den Index ein. Die aggregierten Werte werden monatlich vom Wirtschaftsbeirat Bayern separat ausgewertet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Der Umsatzindex ist Saison- und Kalenderbereinigt.

IHK-Bezirk Umsatzveränderung Umsatzindex
IHK Nürnberg für Mittelfranken+0,63 %91,77
IHK Aschaffenburg-1,28 %85,73
IHK zu Coburg-3,15 %83,23
IHK für München und Oberbayern-1,10 %91,45
IHK Oberfranken Bayreuth-2,57 %87,96
IHK für Oberpfalz/Kelheim-0,92 %92,47
IHK Schwaben-0,18 %91,73
IHK Würzburg-Schweinfurt-0,73 %90,59
IHK für Niederbayern-0,58 %89,84