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Arbeitskreis „Wirtschaft und Kirchen“
Zusammenfassung des Gesprächs vom 16. März 2005


„Welche Zukunft hat unsere Jugend?“
Zwei Stunden lang diskutierten die Teilnehmer intensiv über gesellschaftliche und ihre persönlichen Wahrnehmungen von Jugend heute.

Dr. Hans-Gerd Bauer, Landesjugendpfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, und Magdalena Heck-Nick, Grundsatzreferentin des Bundes Katholischer Jugend, betonten auf der Basis vorliegender Jugendstudien, dass „die“ Jugend durchaus motiviert und optimistisch in die Zukunft blickt. Zwischen 50 und 80% der Jugendlichen (d.h. Menschen im Alter zwischen 12 und 24 Jahren) treten mit dem Anspruch an, ihr Leben aktiv zu gestalten. Familie und Beruf möchten sie in Einklang bringen und trauen sich dies auch zu. Sorge bereiten etwa 20% der Jugendlichen, denen attestiert werden muss, dass sie aufgrund mangelnder Bildung und problematischer sozialer Prägung kaum auszubilden seien. Eben diese Gruppe tendiert zu sozial schwierig vermittelbarem Verhalten.

Motiviert werden müssen junge Menschen selbstverständlich immer. Motivierend sind aber weniger herausragende Erfolgsgeschichten derer, die „es geschafft“ haben. Vielmehr geht es um persönliche, „gewollte Begegnungen“, in denen Vertreter der Wirtschaft mit jungen Menschen auf einander hören und jeder für sich etwas lernen kann. Auf diese aktuelle Aufgabe wiesen Alexander Lerch, ein junger Unternehmer aus Rosenheim (Halvotec GmbH) und der Landtagsabgeordnete Bernd Siebler (Jugendpolitischer Sprecher der CSU Fraktion) hin.

Es wurde deutlich, dass die seitens der Wirtschaft geforderten fachlichen Qualifikationen wichtig, die durch familiäre und/oder gesellschaftliche Erziehung vermittelten sog. „soft skills“ aber unverzichtbar sind, um im Beruf positive „Wirksamkeits-Erfahrungen“ machen zu können. Eben solche Erfahrungen stabilisieren die Zuversicht, die noch die meisten Jugendlichen erfüllt.

Was liegt näher als eine Einladung von Verantwortlichen in der Wirtschaft an diejenigen jungen Menschen, die ihre soziale Kompetenz in den Jugendorganisationen der Kirchen ohnehin unter Beweis stellen? Der Wirtschaftsbeirat ist gut beraten, das Angebot der Kirchen aufzunehmen.

gez. Kirchenrat Dr. Roger J. Busch
Stellv. Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft und Kirchen

 

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